++ TOTENTANZ ++

Hier könnt ihr eure fertigen (!) Brickfilme vorstellen oder eine konstruktive Kritik zu anderen Filmen beitragen.
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golego
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++ TOTENTANZ ++

Beitrag von golego » 29.09.2004, 22:37

;-)

hi jungs,
nachdem felix auf brickfilms nochmals ausdrückliche einladung gab, hier mal aufzutauchen, mach ich das jetzt.

unter filme habe ich jetzt auch nochmal einen deutschen thread zum TOTENTANZ von goethe aufgemacht, falls ihr spezielle fragen habt, die ich wiederum hier in deutsch besser beantworten kann.

wers noch nicht gesehen hat:

http://golego.de/Totentanz.html

ansonsten schau ich mich jetzt mal hier ein bischen um... (bisher hat spiedy ein paar mal geposted, hatte aber die letzten monate garkein internet, der arme wurm)...

well... hello sais:

steffen

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Cornelius
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Beitrag von Cornelius » 30.09.2004, 14:28

Hallo echt klasse Film ist das!
Wie habt ihr diese Bewegungen bei den Skeleten mit den Armen hinbekommen? Soweit ich weiß kann man die schlecht fixieren! Die Soundkulisse war einmalig! Wie kamt ihr auf die Idee ein Gedicht von Goethe zu verfilmen?
Zuletzt geändert von Cornelius am 29.05.2005, 17:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von golego » 30.09.2004, 15:06

hi conni,

das mit den armen bei den skeletten haben wir mit weissem knet gelöst. ein bischen zwischen die gelenke schmieren und schon hebts ne weile... ab und zu mussten wir aber mit einer pinzette, bzw. so ner art zahnarzt-piekeser überschüssiges wieder wegmachen, bzw. "säubern", damit man im film sowenig wie möglich sieht... und dann neuen frischen knet in die gelenke schieben...

die idee mit goethe kam durch den Film von benlen: "Mozart in Bricks".
das gedicht von goethe kenn ich seit ich 8 jahre alt bin und fands schon immer schaurig schön...

und als ich im internet (zufällig) vor produktionsstart eine seite gefunden hatte mit der englischen übersetzung von E.A. Bowring, da war mir klar: das isses: das thema für unseren nächsten brickfilm...

;-)


steffen

Holgor
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Beitrag von Holgor » 10.10.2004, 13:32

Hallihallo, hab schon ein kleines Review bei brickfilms.com zu eurem Meisterwerk geschrieben - echt total sahnig, der Film! Ein Kunstwerk, wie es mit Lego sehr schwierig umzusetzen ist. Und ihr habt's geschafft.

Jetzt brauch ich nur noch das Lied aus dem MakingOf, und ihr seid meine neuen Götter :D

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Beitrag von mert » 13.10.2004, 12:45

Auf brickfilms.com (und auch in der Presse!) ist ja schon hinlänglich und zu Recht dargestellt worden, wie gut der Film ist. Dem muß ich mich grundsätzlich anschließen. Die Musik, der Sprecher, Kamerafahrten wie die vom zerschmetterten Skelett den Turm hinauf - das ist alles grandios.
Aber gerade deshalb will ich Euch auch ein paar Kritikpunkte zumuten:

1. Der Wassersound des Brunnens

Dieser Abstecher in naturalistisches Tondesign stört total, weil der sonstige Sound des Films nur aus Musikuntermalung und Rezitation des Gedichts besteht. Wenn man den Brunnen hört, dann muß man auch alles andere hören: Schritte der Figuren, Wind, Wegbuddeln der Erde, Hämmern mit Knochen, Klopfen an die Torflügel, Quietschen der Torflügel etc. Das ist aber aus gutem Grund weggelassen, weil es um die Gedichtatmosphäre und gewissermaßen eine "innere" Vorstellungslandschaft geht und nicht um die Dokumentation realen Geschehens.

2. Totalen

Bis zur ersten Totalen des Sets (und später dann auch immer wieder) funktioniert das Cinematographische des Films perfekt. Großartige Kameraeinstellungen bringen die Elemente des Sets zur Geltung und es ergibt sich der Eindruck eines weitläufigen und verwinkelten Friedhofes. Mit der ersten Gesamtsicht (kurz bevor diese Art Garagentor aufgeht) wird dieser Eindruck jedoch zerstört. Denn jetzt sieht man nicht nur, daß es sich doch bloß im Wesentlichen um eine quadratische Grundplatte handelt, sondern empfindet auch ihre Grenzen und ihre Situierung in einem anderen Raum (nämlich dem Zimmer, in dem sie aufgebaut ist). Auch die Kamerafahrten über das Set wirken eher wackelig und verdeutlichen, was man da eigentlich sieht: nämlich ein mit Lego gebautes Set, das versucht, genau das nicht zu sein. Mit den nahen Einstellungen, ihrem rhythmischen Wechsel und ihrer Komposition wird eine perfekte Illusion aufgebaut, mit den Totalen wird das wieder kaputtgemacht.

3. Figuren

Das ist jetzt persönlicher Geschmack, aber ich finde, daß die Figuren (wie Lego-Figuren wohl immer), eine immanente Komik haben und der Atmosphäre etwas zuwiderlaufen. Das gilt nicht so sehr für die Skelette als für die "Zombies". Dieser Eindruck hat sich für mich dann mit dem Abspann bestätigt, wo die einzelne Figuren mit Namen erschienen sind, was lustig ist, aber seltsam angesichts dessen, was Ihr doch mit dem Film versucht habt (und über den Witz zum Schluß haben ja schon andere geschrieben). Ich habe allerdings keine Ahnung, wie man das Figuren"problem" lösen könnte.

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Beitrag von BertL » 24.05.2005, 15:57

Ich denke, das dieser Filme von aller Brickfilmen mich am meisten habt impressioniert.

Vor schon acht Minuten hab ich wie eine Zombie die Filme angesehen. Der Sets, der Musik, was auf den Scherm passiert!

Ein Meisterkraft.
Ich komme aus Holland, also mein Deutsch ist nicht so gut. Entschuldigung!

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