Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Informationen und Diskussionen rund um die Steinerei - für andere Wettbewerbe ist natürlich auch Platz.

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Boettcher Productions
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Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Boettcher Productions » 10.08.2017, 21:20

Das Wettbewerbsthema der Steinerei 2018 lautet: Einfach heldenhaft!

Die Interpretationsmöglichkeiten sind mal wieder vielfältig und ich erwarte viele unterhaltsame Heldengeschichten, in denen Helden oder heldenhaftes Verhalten vorkommen.

Inspirationen zum Wettbewerbsthema (damit es am Ende nicht nur Batman-Filme gibt):

- Erster Anlaufpunkt ist Wikipedia. Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Held" onclick="window.open(this.href);return false; findet man folgende treffende Beschreibung "Ein Held ist eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, außeralltägliche Leistung vollbringt. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Personen handeln, um Gestalten der Geschichte, aber auch aus Legenden oder Sagen. Seine heroischen Fähigkeiten können von körperlicher Art (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.) oder auch geistiger Natur sein (Mut, Aufopferungsbereitschaft, Kampf für Ideale, Tugendhaftigkeit oder Einsatzbereitschaft für Mitmenschen).".

- Es gibt klassische Heldenfiguren wie Siegfried, den Drachentöter, Robin Hood oder Wilhelm Tell, deren Leben und Wirken man verfilmen könnte - vielleicht auch nur in einer kurzen Episode. Eine Auflistung von Heldenfiguren findet sich im oben erwähnten Wikipedia-Artikel.

- Bei Helden denkt man auch sofort an die Super Heroes Serien von LEGO. Batman, Superman, Captain America und Co. bekannt aus Comicheften als LEGO-Figuren. Auch wenn aus meiner Sicht nichts dagegen spricht diese Figuren in einem Brickfilm zu verwenden, so darf man auch kreativ eigene Superhelden erfinden. Wie wäre es mit "Hamburgman rettet die Steinerei"?

- Parodien mit bekannten Helden sind immer möglich. Warum nicht mal Helden mit Problemen des Alltags konfrontieren? Was macht Superman eigentlich, wenn sein Kostüm grad in der Wäsche ist? Oder Wilhelm Tells hungriger Sohn hat den einzigen Apfel aufgegessen?

- Es gibt da aber auch die unbekannten Helden, die im Hintergrund Heldenhaftes leisten ohne wahrgenommen zu werden. Für alle, die ihn nocht nicht kennen, empfehle ich den Spielfilm "Unbekannte Heldinnen" aus dem Jahre 2016 (https://de.wikipedia.org/wiki/Hidden_Fi ... _Heldinnen" onclick="window.open(this.href);return false;). Es geht dabei um die erste Mondlandung, wobei nicht die Astronauten die Helden sind, sondern ein Damentrio, das überhaupt erst die Voraussetzungen dieser technischen Meisterleistung ermöglicht. Wirklich sehenswert und unterhaltsam.
Dieser Film basiert auf eine wahre Begebenheit, aber auch fiktive Storys wären denkbar. So entdeckt vielleicht der kleine Pedro vom Ausguck aus als erster Amerika, während Kolumbus bereits die Umkehr zurück nach Europa beschlossen hat.

- Leute, die selbstlos anderen etwas Gutes tun, nennt man auch schon mal "Helden des Alltags". Da denkt man an "alte Oma über die Strße helfen" - es kann aber auch darüber hinaus gehen. Solche Situationen könnte man in einem Brickfilm zeigen.

- Als Helden des Sports kennt man nicht zuletzt die "Helden von Bern", also das überraschende Gewinner-Team der Fußball-Weltmeisterschaft 1954. In Hamburg lief des auch mal eine Zeit lang als Musical. Es müssen nicht gleich singende Helden sein, aber Sport-Helden wären auch mal ein Thema.

- Es gibt Berufsgruppen, die man gerne auch als Helden bezeichnet. So z.B. Feuerwehrleute ("Helden von New York"), Polizisten oder Ärzte. Nur ein kurzer Auftritt eines Feuerwehrmanns im Brickfilm, wäre zu wenig. Aber eine heldenhafte Feuerwehrgeschichte wäre auch mal was.

Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten Heldenhaftes in einen Brickfilm zu bringen.
Solltet ihr unsicher sein, ob eure Story zum Wettbewerbsthema passt, dann könnt ihr mich auch gerne vorab anschreiben.

Zum Begriff "einfach": er ist hier nur als Teil eines freudigen Ausrufs zu verstehen. So wie bei "Einfach toll!" oder "Das ist einfach klasse!". Es geht nicht darum, dass irgendetwas nur einmal (bzw. einfach) vorkommen darf. Die Hauptperson eures Brickfilms darf also durchaus zwei- oder dreimal heldenhaft agieren und es dürfen zwei oder mehr Helden vorkommen.

Muss der Begriff "heldenhaft" oder "Held" im Film verwendet werden?
Nein. Weder im Film noch im Titel muss ein direkter Hinweis auf "Heldentum" vorkommen - es darf aber. Entscheidend ist letztlich, dass ihr mir bei Einreichung des fertigen Films (im Rahmen des üblichen Anmeldeformulars) in zwei, drei Sätzen den Bezug zum Wettbewerbsthema darlegt. Ein Satz wie "Ist doch eindeutig zu sehen, dass es ein Heldenfilm ist!" reicht mir da nicht. Aber eine Begründung, warum es im Film heldenhaft zuging, werde ich nur äußerst selten in Frage stellen.

Zuletzt eine kleine Auswahl an heldenhaften Brickfilmen der letzten Steinereien:

John Maynard (ein Held, basierend auf einer wahren Geschichte)
Der Wolf im Knusperhäuschen (der verzauberte Prinz als klassischer Märchenheld)
Ein echter Matrose (ein fiktiver Held)
insense (Sherlock Holmes, ein klassischer Held der Literatur, in einem ungewöhlichem Kontext)

Und nun viel Erfolg beim Entwickeln interessanter Storys und unterhaltsamer Brickfilme.

Gruß, Dirk
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Arcorias » 02.09.2017, 21:42

Hallo Dirk,

schönes Thema, danke für die Infos und Anregungen! Wie lang darf ein Brickfilm denn diesmal werden? Wieder so max. 5 Minuten?

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Legostudio01 » 03.09.2017, 11:46

Arcorias hat geschrieben:schönes Thema, danke für die Infos und Anregungen! Wie lang darf ein Brickfilm denn diesmal werden? Wieder so max. 5 Minuten?
Laut diesem Thread wird das Zeitlimit wieder auf 6:30 min angesetzt:
Boettcher Productions hat geschrieben:Einsendeschluss: 16.04.2018 um 23:59 Uhr (ein Montag)
Zeitlimit: 06:30 (sprich „6 einhalb Minuten“)
Reglement: ...
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Boettcher Productions » 03.09.2017, 12:52

Danke Alexander für die richtige Beantwortung.

Zum meiner persönlichen "Informationspolitik" ...

Neue Informationen veröffentliche ich zuerst auf der Steinerei-Website (http://www.steinerei.de" onclick="window.open(this.href);return false;) - in diesem konkreten Fall auf der Wettbewerbsseite (http://www.steinerei.de/wettbewerb/" onclick="window.open(this.href);return false;) - und kurz danach (in Form von Weblinks) auf Facebook, Twitter und auch hier im Brickboard wo es passt - bevorzugt in der Bekanntmachung "Steinerei 2018" im ersten Beitrag.

Zum Zeitlimit ...

Es gab ja immer wieder Diskussionen hier im Forum, ob ein geringes Zeitlimit von z.B. 3 Min. mehr Filme auf die Kinoleinwand bringt. Aber will man letztlich alle Filme zeigen ...? Da gehen die Meinungen auseinander.
Ich handhabe das wieder wie schon 2012: es werden auf der Steinerei (aus meiner Sicht das "Finale" des Wettbewerbs) nur die besten 12 Filme in voller Länge gezeigt. Die restlichen Filme werden dann in Ausschnitten gezeigt - auch um einen Querschnitt der Brickfilm-Vielfalt zu zeigen. Auch immer wieder ein Grund für Diskussionen: wie fair ist die Abstimmung der Brickfilmer? Sollte hier ein guter Film (vielleicht auch nur knapp) den Sprung ins Finale verpassen, so behalte ich mir als Organisator das Recht vor eine "Wildcard" zu vergeben.
Man muss sich also schon ein wenig anstrengen, um seinen Brickfilm in voller Länge auf die Kinoleinwand zu bringen. Es muss sich erarbeitet werden und es gibt keine "Vorführgarantie". Andere Filmfestivals machen das nicht viel anders - nur dass man dort keinen Grund für eine Ablehnung bekommt ... :rolling:

Gruß, Dirk
Zuletzt geändert von Boettcher Productions am 28.02.2018, 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von northline » 03.09.2017, 19:51

Boettcher Productions hat geschrieben: Es gab ja immer wieder Diskussionen hier im Forum, ob ein geringes Zeitlimit von z.B. 3 Min. mehr Filme auf die Kinoleinwand bringt. Aber will man letztlich alle Filme zeigen ...? Da gehen die Meinungen auseinander.
Ich möchte die ewige Diskussion nicht wieder aufrollen, aber ein paar Worte dazu sagen. :devil:
Boettcher Productions hat geschrieben: Man muss sich also schon ein wenig anstrengen, um seinen Brickfilm in voller Länge auf die Kinoleinwand zu bringen. Es muss sich erarbeitet werden und es gibt keine "Vorführgarantie".
Ist die Anstrengung wirklich worauf man mit der Regel den Fokus legt? Ich habe eher das Gefühl, dass es die Erfahrung ausmacht. Z. B. 2014 habe ich es nicht mit einen Film nach einem dreiviertel Jahr Arbeit in die Top X geschafft. 2017 mit drei Tagen Arbeit. Sprich, wer 3+ Jahre Erfahung hat kann Problemlos ein Jahresprojekt eines anderen Teilnehmer mit einer Wochenarbeit rauskicken. Bei vielen Erstteilnehmern ist die Animation nicht so gut, aber man merkt wie viel Herzblut, da hineingesteckt wurde, manchmal gefühlt mehr als in manchen TopX Film und dann werden sie deswegen rausgevotet.

Ich finde diese Regel gibt Anfängern ein schlechtes Signal und sorgt für demotivation an einer erneuten Teilnahme (deinen Film wollen wir eh nicht sehen. :rolling: ) und schmälert damit den Nachwuchs in dem großes Potential schlummert.
Boettcher Productions hat geschrieben: Andere Filmfestivals machen das nicht viel anders - nur dass man dort keinen Grund für eine Ablehnung bekommt ... :rolling:
Andere Filmfestivals haben über 100 bis 7000+ Einreichungen in jede Kategorie, da ist das Zeigen aller Unmögllich oder gar Gründe für dei Ablehnung mehrerer hundert Filme zu schreiben. Bei der Steinerei allerdings nicht, da liegt es noch im Rahmen des Möglichen. ;)

Allgemein finden ich, das die Steinerei sich in der Frage in zwei Gruppen spaltet, die die das Festival als Community-Event haben wollen um sich über die Filme auszutauschen und die welche es mehr dem Publikum und der Unterhaltung widmen.

Aber jeder Veranstalter sollte, selber über diese Frage entscheiden können. ;)

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Arcorias » 03.09.2017, 20:41

Boettcher Productions hat geschrieben: Es gab ja immer wieder Diskussionen hier im Forum, ob ein geringes Zeitlimit von z.B. 3 Min. mehr Filme auf die Kinoleinwand bringt. Aber will man letztlich alle Filme zeigen ...? Da gehen die Meinungen auseinander.
Ja, das gehen sie offensichtlich. So wie es bei den letzten Steinerei-Veranstaltungen gelaufen ist, fand ich es gar nicht schlecht: Alle Filme wurden gezeigt, die ersten 12 mit Jury-Kommentar und die restlichen ohne. Ich (und von anderen weiß ich es auch) fand die restlichen auch sehenswert.
Boettcher Productions hat geschrieben: Man muss sich also schon ein wenig anstrengen, um seinen Brickfilm in voller Länge auf die Kinoleinwand zu bringen. Es muss sich erarbeitet werden und es gibt keine "Vorführgarantie".
Das kannst Du natürlich so machen. Ich gebe hier, zusätzlich zu dem was Bricknickelkanin gesagt hat, nur folgendes zu bedenken:

1. Ich bin immer davon ausgegangen, dass bei der Steinerei sowohl die Profis als auch Amateure als auch Anfänger willkommen sind. Die Profi-Filme schaffen es fast immer in die Top 12. Wenn nun die anderen Filme nur in Ausschnitten gezeigt werden, heißt das: Amateure und Anfänger brauchen sich gar nicht anzustrengen, denn ihre Filme werden ja sowieso zusammengekürzt. Damit besteht immerhin die Gefahr, dass man genau das Gegenteil erreicht von dem, was man eigentlich damit beabsichtigt hatte.

2. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als dass Gruppenarbeiten bei der Steinerei langsam dominant werden, das war ja schon bei der letzten Steinerei zu beobachten. Als Gruppe kann man oftmals mehr auf Beine bringen als ein Einzelkämpfer. Nun steht es natürlich jedem frei, sich mit anderen zusammenzutun und die Arbeit zu verteilen, die Möglichkeit hat aber nicht jeder. Daraus könnte man schließen, dass es sich als Einzelkämpfer nicht lohnt, an der Steinerei teilzunehmen, weil man gegen die Gruppen ohnehin nicht ankommt.

3. Angenommen, ein Brickfilmer reicht einen Film ein, an dem er lange gearbeitet hat und er kommt nach der Abstimmungsrunde nicht in die Top 12, dann hat er keine Chance mehr, da noch etwas dran zu drehen. Er kann es sich also nicht erarbeiten, sondern lediglich erhoffen, so nach dem Motto "Hoffentlich ist mein Brickfilm gut genug". Und wie ich es bei den letzten Steinerei-Veranstaltungen wahrgenommen habe, hat ausnahmslos jeder schon einiges an Arbeit in seinen Bricklfim gesteckt.

Die Reaktion des Publikums bei den letzten Steinerei-Veranstaltungen hat nach meinem Eindruck übrigens gezeigt, dass auch die Nicht-Top-12-Filme gut angekommen sind.
Bricknickelkanin hat geschrieben: Ich finde diese Regel gibt Anfängern ein schlechtes Signal und sorgt für Demotivation an einer erneuten Teilnahme (deinen Film wollen wir eh nicht sehen. :rolling: ) und schmälert damit den Nachwuchs in dem großes Potential schlummert.
Sehe ich auch so.
Bricknickelkanin hat geschrieben: Allgemein finde ich, dass die Steinerei sich in der Frage in zwei Gruppen spaltet, die die das Festival als Community-Event haben wollen um sich über die Filme auszutauschen und die welche es mehr dem Publikum und der Unterhaltung widmen.
Dass beides möglich ist, haben ja die vergangenen Steinerei-Veranstaltungen bewiesen. Daher die Bitte an Dich, Dirk, diese Regel noch einmal zu überdenken. Meiner Meinung nach schadet es nicht, wenn man wie bei den letzten Veranstaltungen alle Filme in voller Länge zeigt und dafür die Laufzeit etwas heruntersetzt. Damit sind auch diejenigen motiviert, die es nicht in die TOP 12 schaffen, und seien wir doch mal ehrlich, wir wollen doch alle das Publikum gut unterhalten und wenn der Applaus dafür kommt, ist das doch die schönste Belohnung, die man für seine Arbeit bekommen kann.

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Boettcher Productions » 04.09.2017, 00:10

northline hat geschrieben:Aber jeder Veranstalter sollte, selber über diese Frage entscheiden können. ;)
Letztlich ist es so und nur unter solchen Voraussetzungen wird sich ein Organisator finden lassen ... 8)

Ich könnte auf einzelne Punkte in euren Beiträgen eingehen, weil ich die anders sehe oder Gegenbeispiele habe. Aber es bringt nichts.

Es gibt viele die die Steinerei 2012 in guter Erinnerung haben und da habe ich das schon genauso gehandhabt. Also lasst uns die Veranstaltung nicht im Vorfelde zerreden, sondern abwarten, wie es denn nun wird.

Ich bin für klare Worte im Vorfeld, damit jeder weiß auf was er sich einlässt. Das finde ich besser, als wenn erst auf der Veranstaltung selbst das große Erwachen kommt. Man darf dadurch aber auch nicht nur das Negative sehen.

Die Steinerei ist eine tolle Veranstaltung und es ist klasse, dass wir es immer wieder schaffen, dass sie jährlich stattfindet.

Also lasst uns gemeinsam auf die Veranstaltung freuen! :supergrin:

- Dirk
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Hendrik » 04.09.2017, 19:07

@Arcorias: Zu deinen drei Punkten fällt mir folgendes ein:
1. Hat eigentlich irgendjemand mal ein bisschen Statistik gemacht? Mich würde mal interessieren, ob es tatsächlich stimmt, dass "Anfänger" eine Art Anlaufzeit brauchen, um ihre Filme in der Top 12 zu platzieren. Das wird in dieser Argumentation irgendwie immer vorausgesetzt, aber ist es wirklich wahr? Sind "Erfahrung" (d.h. aktive Brickfilmer-Jahre) und Steinereierfolg abhängig voneinander? Oder ist das nur ein diffuses Bauchgefühl? Würde mich mal interessieren! Vielleicht klemm ich mich in den nächsten Wochen mal dahinter.
2. Die Förderung der Zusammenarbeit mehrerer Filmemacher ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, warum es die Steinerei überhaupt gibt. Hat sich vielleicht erst mit der Zeit so entwickelt, aber mittlerweile finde ich es sehr schön zu sehen, was da alles auf die Beine gestellt werden kann. Wir als nichtgedreht finden uns mittlerweile auch fast nur noch zu Koproduktionen mit anderen Filmemachern zusammen, weil so ein Treffen einfach viel schöner, kreativer und motivierender ist als die Einzelarbeit.
Ob Gruppen jetzt einen Vorteil gegenüber Einzelkämpfern haben, müsste auch einmal untersucht werden - es gab da durchaus schon sehr sehr kritische Stimmen in der Vergangenheit.
3. Das Motto der Steinerei lautet "Die Steinerei bringt die besten Brickfilme auf die Kinoleinwand" - nicht die, deren Filmemacher sich am meisten angestrengt haben. Und das ist eine Lösung, die für Publikum und Filmemacher gleichermaßen befriedigend sein sollte -finde ich zumindest.

Ansonsten stimme ich Dirk und euch allen voll und ganz zu: Das letzte Wort hat der Organisator, und den Job darf jeder gerne mal übernehmen :) Uns hat damals aber jede Diskussion und jede Anregung sehr geholfen, darum ruhig weiter diskutieren! Zum Beispiel wäre es eventuell mal an der Zeit, das Eurovision-Punktesystem über den Haufen zu werden und stattdessen mal dazu überzugehen, jeden Filmemacher über jeden Film abstimmen zu lassen!
Liebe Grüße
Hendrik
-Wenn wir in zwei Wochen nicht 2467 Euro und 75 Cent zusammenkriegen, reißen sie uns unseren Vorgarten weg!
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-... Naja, nein, dann werden sie uns wahrscheinlich rausschmeißen.

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Boettcher Productions » 04.09.2017, 20:02

Danke, Hendrik, für deine klärenden Worte ...
Hendrik hat geschrieben:Zum Beispiel wäre es eventuell mal an der Zeit, das Eurovision-Punktesystem über den Haufen zu werden und stattdessen mal dazu überzugehen, jeden Filmemacher über jeden Film abstimmen zu lassen!
Was gefällt dir eigentlich an dem Eurovision-Punktesystem nicht ...?

Übrigens hatte das Stemü im letzten Jahr so gehandhabt, dass man alle 20 Mitbewerber in eine Rangliste bringen musste. Ich fand es eher anstrengend und kann mir nicht vorstellen, dass das Ergebnis dadurch "fairer" oder auch nur "anders" ausfällt. Man läuft dann eher Gefahr, dass sich Teilnehmer einer kompletten Abstimmung entziehen ("Also um alle Filme jetzt genau in eine Reihenfolge zu bringen fehlt mir die Zeit - hier meine besten 10."). So meine Erfahrungen 2012. :rolling:

Das Eurovisions-Punktesystem finde ich von daher gerechter, weil die ersten beiden Plätze mehr Punkte bekommen (12, 10 und dann erst 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1). Ähnlich auch bei der Formel-1, wo die vorderen Plätze punktemäßig ebenfalls bevorzugt werden.

- Dirk
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Hendrik » 04.09.2017, 21:27

Ja, beim Eurovision-System zeichnen sich tatsächlich schneller Favoriten ab , das ist mir 2014 auch aufgefallen. Der Schwerpunkt lag bei mir auch eher darauf, dass alle über jeden Film abstimmen müssen - auch den eigenen. Ansonsten wertet man durch Abstimmen seinen eigenen Film automatisch ab, und hat einen Vorteil, wenn man nicht abstimmt. Natürlich möchte man niemandem unterstellen, das bewusst zu tun, aber ein System, was ein Nicht-Abstimmen unterstützt hat eben eine Macke.
Wie gesagt, bisher hat es ja auch immer gerecht geklappt, und vielleicht habe ich nur ein kleines Trauma von 2014, weil das System damals der Hauptgrund war, weswegen prisac mir und dem Board die Freundschaft gekündigt hat. Aber im Nachhinein hat mich die Argumentation doch überzeugt. Was ist eure Meinung dazu?
Liebe Grüße
Hendrik

EDITH: Bei der Gelegenheit noch einmal vielen Dank für die Übernahme der Organisation, ein tolles Thema und generell dein Eingagement hier! Ich freue mich schon sehr auf Hamburg, die damalige Steinerei habe ich in bester Erinnerung! :)
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Arcorias » 04.09.2017, 21:36

Hendrik hat geschrieben:@Arcorias: Zu deinen drei Punkten fällt mir folgendes ein:
1. Hat eigentlich irgendjemand mal ein bisschen Statistik gemacht? Mich würde mal interessieren, ob es tatsächlich stimmt, dass "Anfänger" eine Art Anlaufzeit brauchen, um ihre Filme in der Top 12 zu platzieren.
Mit einer Statistik kann ich nicht dienen, aber ich weiß zumindest, dass es bei AoWGamer, Ivan Dubrovin und mir es so war. Kann schon sein, dass es nicht immer zutrifft, aber das würde ich schon für einen Glücksfall halten, wenn es jemand aus dem Stand in die TOP 12 schafft.
Hendrik hat geschrieben: ... weil so ein Treffen einfach viel schöner, kreativer und motivierender ist als die Einzelarbeit.
Ja, das gönne ich Euch auch. Nur wie gesagt: Die Möglichkeit hat nicht jeder. Und wenn am Ende (jetzt etwas übertrieben) gerade mal 4-5 Gruppen übrigbleiben, die sich jedes Jahr die Preise untereinander aufteilen, leidet meiner Meinung nach die Vielfalt doch merkbar darunter. Erst recht, wenn die Filme der Anfänger, die sich schon freuen, überhaupt mal bei so einer Veranstaltung dabei sein zu dürfen, auch noch beschnitten werden.
Hendrik hat geschrieben: 3. Das Motto der Steinerei lautet "Die Steinerei bringt die besten Brickfilme auf die Kinoleinwand" - nicht die, deren Filmemacher sich am meisten angestrengt haben. Und das ist eine Lösung, die für Publikum und Filmemacher gleichermaßen befriedigend sein sollte -finde ich zumindest.
Kann ich nur unterstreichen. Wobei ich immer noch finde, dass die Steinerei ruhig die "beste Vielfalt" der Brickfilme zur Geltung bringen sollte, nicht nur die der unterschiedlichen Themen, sondern auch der Profis und Anfänger gleichermaßen. Bei den letzten Steinerei-Veranstaltungen ist das sehr gut gelungen, meine ich. Aber Dirk hat da eben eine andere Vorstellung und das müssen wir halt so akzeptieren. Wie es auch immer ausgehen wird, das gemeinsame Wiedersehen und die Gespräche untereinander sind ja auch immer wieder was Tolles.

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Boettcher Productions » 04.09.2017, 23:09

Arcorias hat geschrieben:Mit einer Statistik kann ich nicht dienen, aber ich weiß zumindest, dass es bei AoWGamer, Ivan Dubrovin und mir es so war. Kann schon sein, dass es nicht immer zutrifft, aber das würde ich schon für einen Glücksfall halten, wenn es jemand aus dem Stand in die TOP 12 schafft.
Für Statistiken bin ich zuständig ... 8)
Bei Ivan Dubrovin liegst du falsch. Er hat 2014 erstmals teilgenommen und war gleich unter den besten 12.

Ansonsten ist eine genaue Statistik schwierig, weil die Brickfilmer-Abstimmung erst 2008 eingeführt wurde, teilweise erst vor Ort stattfand und nur selten die daraus resultierende Top-12 bekannt gegeben wurde (eigentlich erst 2012 - weil nur diese in voller Länge gezeigt wurden).

Daher unvollständig:
2012 haben es MomeiProductions und ZweiStein (letzterer sogar 2. beim Publikumspreis) aus dem Stand geschafft.
2013 Dominik G Films und YellowHead Animations
2014 Ivan Dubrovin und ParadiseBricks (letzterer allerdings mit Momei zusammen)
2015 war es sicherlich Altlandstudios und bestimmt noch weitere ... die Top-12 wurden aber nicht bekanntgegeben

Ansonsten:
2009 gewannen 2XMW & Boony als Zweier-Team aus dem Stand Jury- und Publikumspreis
2011 gewann Alegonder Films den Jurypreis und Markus Engel wurde Dritter beim Publikum (beide Erstteilnehmer)
2017 in diesem Jahr fielen mir ChiliTitans besonders positiv auf - vermutlich auch unter den Top-12
Arcorias hat geschrieben:... , sondern auch der Profis und Anfänger gleichermaßen.
Den Begriff "Profis" halte ich für übertrieben. Seinen Lebensunterhalt verdient hier mit Brickfilmen wohl keiner ... 8)

Gruß, Dirk
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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von MisteryStudiosII » 04.09.2017, 23:42

Ich gebe auch noch mal meinen Senf dazu und hoffe, dass ich mit meinem Post hier niemandem zu nahe trete. Ich möchte aber mal darauf hinweisen, dass jeder einmal klein angefangen hat. Auch die "Profis" haben mal angefangen, aber die sind ja nicht einfach so besser geworden, die mussten auch viel Zeit, Geld und Arbeit investieren, bis sie an dem Punkt angelangt sind, wo sie jetzt sind. Außerdem hat Dirk ja gerade gezeigt, dass auch newcomer durchaus eine Chance auf Erfolg haben. Wenn man irgendwo neu anfängt, kann man ja schließlich nicht erwarten sofort zu den besten zu gehören, aber wenn man sich über die Jahre, oder vielleicht sogar nur Monate, immer weiter entwickelt, dann schafft man es sicher. Außerdem schließt man ja aus jedem Film den man macht wieder neue Erkenntnisse.

Wie bereits gesagt, ist dieser Post hier nicht persönlich, sonder allgemein zu verstehen. Weitere/Andere Meinungen sind natürlich trotzdem willkommen.

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von northline » 05.09.2017, 04:17

@Dirk Ich verbessere mal deine Statistik :P :haha:
Boettcher Productions hat geschrieben: Bei Ivan Dubrovin liegst du falsch. Er hat 2014 erstmals teilgenommen und war gleich unter den besten 12.
Diese Verbesserung ist falsch. Ivan war schon 2013 als "LEGO Brickcity" mit "Der fliegende Holländer" dabei und war nicht in der Jurywertung. ;)
Boettcher Productions hat geschrieben: Daher unvollständig:
2012 haben es MomeiProductions und ZweiStein (letzterer sogar 2. beim Publikumspreis) aus dem Stand geschafft.
2013 Dominik G Films und YellowHead Animations
2014 Ivan Dubrovin und ParadiseBricks (letzterer allerdings mit Momei zusammen)
2015 war es sicherlich Altlandstudios und bestimmt noch weitere ... die Top-12 wurden aber nicht bekanntgegeben
Ich würde berücksichtigen, dass es dafür bei vielen nicht ihr erstes größeres Werk war(YellowHead, Altland, Paradisebricks...). Dies verfälscht die Statistik stark. Zudem schafft es die Mehrheit nicht. 2015 wurde die Top-12 übrigens bekannt gegeben.

Sehr interessant finde ich übrigens auch, dass von den Filmemacher der 2013 Steinerei der 15 nicht gezeigten Beiträgen nur 4 Leute noch dabei sind
(2014 immerhin noch 5 :shock: ). Ob dies am bemerkten Aufwand eines Brickfilm lag oder fehlender Motivation ist nicht eindeutig. Aber eindeutig weniger nehmen erneut Teil, als von den Top 12.

Vielleicht hat wer mal Bock einen schönen Umfragebogen zu gestalten. :haha:

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Re: Steinerei 2018 - Das Wettbewerbsthema

Beitrag von Arcorias » 05.09.2017, 12:18

Hallo Dirk!
Boettcher Productions hat geschrieben:
Arcorias hat geschrieben:... , sondern auch der Profis und Anfänger gleichermaßen.
Den Begriff "Profis" halte ich für übertrieben. Seinen Lebensunterhalt verdient hier mit Brickfilmen wohl keiner ... 8)
Gruß, Dirk
Mit Profis meine ich halt solche Cracks wie Dich ... schon lange dabei, immer top Filme, meistens unter den Top 12 und auch oft Preise abgeräumt. Das gönne ich Dir auch vollkommen, Du steckst ja auch viel Aufwand da rein. Wobei ich mich allerdings frage: Kommst Du noch dazu, auch Brickfilme zu drehen, die nicht für die Steinerei sind? Auf Deiner Website sehe ich (zumindest auf den ersten Blick) nur noch Steinerei-Beiträge.

Außerdem gibt es da natürlich noch andere, die ebenso in dieser Liga mitspielen. Ich persönlich würde mich eher als Amateur einstufen. Superflüssige Animation, immer gute Ausleuchtung, verblüffende Spezialeffekte oder gar computergerenderte Animationen kann ich nicht bieten und wer weiß, ob ich auch nach Jahren jemals dahin kommen werde. Daher kann ich so Leute wie Dich und andere "Profis" halt nur still und heimlich bewundern und trotzdem hoffen, dass mein Beitrag das Publikum angemessen unterhalten kann, was natürlich ungleich schwieriger ist, wenn es nur einen Ausschnitt davon sieht. Aber das Thema ist ja durch.

Wobei mich jetzt aber doch interessieren würde: Wie lange ist denn eigentlich so ein "Ausschnitt"? Eine Minute? 30 Sekunden? Sorry, ich war 2012 noch nicht dabei, daher habe ich das nicht mitbekommen.
northline hat geschrieben: Sehr interessant finde ich übrigens auch, dass von den Filmemacher der 2013 Steinerei der 15 nicht gezeigten Beiträgen nur 4 Leute noch dabei sind.
Danke für diese Analyse, Jens. Das finde ich übrgens auch sehr interessant.

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